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neubewertete Tonträger | new reviews

selection aktualisiert 26.12.07
selection uptdated December 26/07
Die
Karneval der Kulturen. Die Ächtung des Volksliedes und der Heimat-
musik unter den sich gebildet und erhaben Dünkenden verdeckt eine überdauernde Begierde nach heimeliger Musik und lässt diese sich ausleben mittels hemmungs-
losen Suhlens im grössten Kitsche sogenannter irischer oder griechi-
scher oder sonst welcher mit ethni-
nischer Güte prämierter Volks-
musik. Oder aber der bayerischen Ziehharmonika muss ein Räp oder Schläm oder wie der Quatsch neu heisst beigegeben werden und die Texte müssen im Feld des gemüt-
lich Ungemütlichen bis Frivolen herumalbern und dröhnen. Da lässt sich's dann bedenkenlos mitschun-
keln [Kapielskis "Weltgunst"]

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20.08.08 | August 20/08
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Eivind AARSET - Sonic Codex: CD  Jazzland ∫ Eivind Aarset g; Wetle Holte dr; Marius Reksjø b; & guests: Hans Ulrik cl; Tor Egil Kreken bjo; Jan Ban samples  ∫ reviews - JazzThetik 09.07 **** Lange hat er nicht mehr so satt und verspielt geklungen / JazzThing 09.07, Ulrich Steinmetzger: ... Aarset ist der Gitarrist des immer noch neuen Nordklanges ... ein gemessener, milder, nie auftrumpfender, sacht voranschreitender, intuitiv stimmiger Grossentwurf ... / Kommentar Label: Der Nils-Petter-Molvaer-Gitarrist und Studiotüftler setzt mit seinem ganz eigenen Sound zwischen Jazz-Rock und Ambient immer wieder Akzente

Keepnews-Collection: Cannonball ADDERLEY - Cannonball Adderley Quintet In San Francisco: rec 1959, released 2007 CD  Concord Jazz ∫ Cannonball Adderley - alto sax / Nat Adderley - cornet / Bobby Timmons - piano / Sam Jones - bass / Louis Hayes - drums∫ Spontaneous Combustion / Hi-fly / You Got It! / Bohemia After Dark / Straight, No Chaser / TBA ∫ reviews - DownBeat 01.08 ***° / Label: Obwohl der Altsaxophonist Cannonball Adderley zwischen 1955 und 1957 mit einem exzellent besetzten Quintett zusammenspielte, sollte ihm der Durchbruch erst 1959 nach einer personellen Umbesetzung und einem zeitweiligen Gastspiel in der Band von Miles Davis gelingen. Vier Wochen lang trat er mit seinem neuen Quintett (mit Bruder Nat am Kornett, Bobby Timmons am Piano, Sam Jones am Baß und Louis Hayes an den Drums) im Herbst 1959 im Jazz Workshop in San Francisco auf und begeisterte die Leute (unter ihnen befand sich auch der russische Komponist Dimitri Schostakowitsch) mit einem neuen Jazzstil, der den Namen Soul-Jazz erhielt. Diese CD-Edition enthält neben den fünf Stücken der Originalausgabe auch noch drei Bonus-Tracks, von denen wiederum zwei bislang unveröffentlicht waren

Franziska BAUMANN / Matthias ZIEGLER - Voices & Tides: rec 2007 CD  LEO RecordsFranziska BAUMANN voice, sonsorlab electronics; Matthias ZIEGLER fl, bass-fl, contrabass-fl, loops ∫ reviews - Radio DRS2, Jazz aktuell 11.12.07 Empfehlung Jürg Solothurnmann / Johannes Anders, 03.07: “…So entstehen immer wieder aufs Neue polyphone Zonen, changierende Energiefelder und vibrierende Klangzonen, die das Hören zu herausfordernden, abenteuerlichen Klangexpeditionen werden lassen. Der offene Hörer spürt, wie er immer mehr in den Sog dieser Dialoge, Diskussionen, Zwiegespräche kommt, wie er eintaucht in die ungewohnte Welt neuer Töne, Klänge und Geräusche. Er erkennt Strukturen und Formen, melodische Motive, Kürzel, Wortminiaturen und sieht sie in neuem Licht, neuen Zusammenhängen...” ∫ genre: impro ∫ musicians: Baumann / Ziegler

Tab BENOIT - Power Of Pontchartrain: rec 2007  CD  Telarc ∫ Tab Benoit (voc, g), Jim Odom (g), Tony Haselden (banjo), Nelson Blanchard (keyb), a.o. ∫ reviews - JazzThetik 11.07 **** ∫ genre: Blues

Michael BISIO, Tomas ULRICH - Pulling Strings: rec 2006  CD  CIMP ∫ Tomas Ulrich cello; Michael Bisio b ∫ reviews - cadence 03.07, Phillip McNally: ... for both Bisio and Ulrich are such techznically adept masters, their range extends into the upper registers, no matter what instrument they are playing ... what an amazingly mellifluous duo this this is! ... they can sound like a string orchestra if they want, let alone a quartet ... the sound is especially fine, even for a CIMP recording

Theo BLECKMANN / Fumio YASUDA - Berlin - Songs of Love And War, Peace And Exile: rec 2007  CD  Winter & Winter ∫ Theo Bleckmann voc; Fumio Yasuda p, arr; Todd Reynolds, Courtney Orlando, Caleb Burhans vio; Wendy Sutter voc ∫ reviews - JazzThing 11.07 Ulrich Steinmetzger: ... Bleckmann beisst sich hier an Songs, die mehrheitlich zu Gassenhauern geworden sind, die Zähne aus ... es gelingt ihm nicht, die Patina wegzupusten ... die Streicher - holzschnittartig, das Piano nah am Couplet-Anhängsel, der Gesang seltsam eindimensional / JazzThetik 10.07 ****° 

Malcom BRAFF Trio - Yele: rec 2007  CD  Unit Records ∫ Malcolm Braff (p), Yaya Outtara djembe, bara; Alex Blake b ∫ reviews -  JazzThing 11.07 Falko von Ameln: "Yele" verbindet die rhythmische Intensität traditioneller afrikanischer Musik mit den kreativen Freiräumen des Jazz, und über weite Strecken ist "Ekstase, Entfesselung und Entgrenzung" hörbar Programm ... das Ergebnis ist stellenweise mitreissend, stellenweise klanglich beeindruckend, stellenweise geht aber die emotionale Expressivität à la Jarrett oder Sanders im rhythmischen Strudel unter / Label, Liner Notes (Ausschnitt): Nach zwei Alben mit dem imposanten «Mini-Orchester» BraffOesterRohrer (u. a. «Maximal Music» auf Unit Records) präsentiert der Pianist auf dem nun vorliegenden Live-Mitschnitt sein eigenes Trio, zu dem der aus Burkina Faso stammende Djembé-Meister Yaya Ouattara, der bereits in Braffs COMBO mitwirkte, und der amerikanische Kontrabassist Alex Blake gehören. Was alle drei Musiker auszeichnet, ist die Fähigkeit, die Grenzen ihrer Instrumente zu transzendieren – so wird z.B. Blakes Bass in einigen Passagen zu einer archaischen Trommel und Braffs Klavier mutiert zu einem hymnischen Chor. Das Musikmachen bezeichnet Braff als «privilegiertes Mittel, die Einheit mit der Welt zu spüren, im Moment aufzugehen». ∫ genre: jazz & groove

BRÖTZMANN / PLIAKAS / WERTMÜLLER - Full Blast: rec 2006  CD  jazzwekrstatt berlin ∫ Peter Brötzmann as, ts, tarogato; Marino Pliakas el-b; Michael Wertmüller dr ∫ reviews -  Radio DRS2, Jazz aktuell 20.11.07, Empfehlung Peter Bürli / Nennung in JazzThing Kritikercharts 2006 / cadence 01.07, M. Rosenstein: Pliakas is a febrile force here, bounding up and down the fretboard of his instrument with thundering dispatch, tossing in squealing electronic bursts and breakneck fusillades. Wertmüller responds in kind, constantly kicking from caterwauling salvos to hyperdrive. And Brötzmann seems to be particularly spurred on, changing in to the fray with boisterous bravado /While many young players name him as an influence, after all these years, there are still none who can match his muscular force and full-tilt intensity) / JazzThetik 11.06 ***** Ch. Wagner: Brötzmann, der Unverwüstliche, nimmt den Faden nochmals auf ... er schraubt sich in ein Delirium schwirrender Tonkaskaden hinein, für das die klirrenden Klanggewitter aus metallenen Basstönen und donnerndem Schlagwerk eine eindrucksvolle Kulisse bilden 

Albin BRUN - Pilatus: rec 2001  CD  Altri SuoniAlbin BRUN ss, ts, bs, diat acc, g, toy-p, p, präp p, voice, flutes, didgeridoo, melodia, perc; guest: Bruno AMSTAD voice, perc ∫ reviews - Radio Magazin  Beat Blaser: Von der Rosegg via Ämsigenplanggen zum Mondmilchloch! Oder eher via ChastelendossenLauelenegg auf die Ruessiflue? Die Flurnamen auf dem Pilatus sind Musik. Der Luzerner Saxofonist Albin Brun hat sie beim Ton genommen, hat hingehört, die der Berg klingt, hat das Echo gespielt. "Pilatus" heisst Bruns erste CD unter eigenem Namen, und sie ist so eigenständig wie ihr Schöpfer. Brun ist einer, der zwischen alle Stühle und Bänke fällt mit seiner Kunst. Seine Musik entzieht sich dem schnellen Konsum. Kein amerikanischer Fastfood, sondern Innerschweizer Mostbrocken, zum Kauen. Früher habe der Pilatus "Fraktus Mons" geheissen, was mit "gebrochener Berg" zu übersetzen sei, Flurnamen wie Fräkmünt erinnern noch daran. Der gebrochene Berg ist programmatisch für Bruns CD. Seine Klänge sind kräftig, unüberhörbar, trotzdem ist da nichts von Heimattümelei. Einflüsse aus der halben Welt sind hörbar, aber destilliert. Albin Brun hat einen schöneren und berückenderen Ton als fast alle Saxofonisten hierzulande. Und nicht nur das: Er spielt Akkordeon, Klavier, Flöten, und Perkussionsinstrumente miteinander und übereinander, manchmal hat er über ein Dutzend Spuren seines Aufnahmegerätes mit Klängen gefüllt. "Pilatus" macht Lust, diesen Berg zu entdecken. / Robin Taylor, The Improvisor: "The Pilatus, a well-known mountain near Lucerne in Central Switzerland, is named after the Roman governor Pontius Pilatus, whose tormented spirit haunted the place and caused many terrible storms - that is how the story goes.” The tunes are named after various places on the mountain and the booklet accompanying the CD has photographs of various spots on the mountain. Throughout this release you have an underlying haunting theme with the sax usually taking the lead. This "mountain music” is offered to you by incorporating traditional "roots” music in a sometimes off-beat and quirky manner. You may hear the sound of droning similar to that of Tibetan monks, water falling, wind blowing, sheep baa-ing, and many other sounds that weave in and out to your surprise. At times I even felt I was in Switzerland. The music is moving and interesting - a special treat I promise! ∫ Albin Brun / Bruno Amstad

Michel CAMILO - Spirit Of The Moment: rec 2007  Hybrid SACD  Telarc ∫ Michel Camilo p; Charles Flores b; Dafnis Prieto dr ∫ Nefertiti / Nardis / Giant Steps / Solar / a.o. ∫ reviews - coda 09.07, Michael Borshuk: Dominican pianist Camilo offers an aptly titled set of mostly rigorous tracks here, traversing geography and influences through a lively collection of musical souvenirs from the Latin Caribbean and most-bop New York ... Camilo's solos are celebratory affairs that mix blues grit, chunky two-handed chording, and virtuoso arpeggiated statements ... it's the upbeat material that's most attractive here, and the predominant reason for seeking this disc out /  Jazz’N’More 07.07 ***** / DownBeat 06.07 ** Armed with one of the best techniques in the business, Camilo plays at the highest level of mainstream excellence. But among all the great modern pianists, he is among the least informed by any feel for the blues 

Ron CARTER - Dear Miles: rec 2006  CD  Blue Note ∫ Ron Carter b; Stephen Scott p; Payton Crossley dr; Roger Squitero perc  ∫ Gone / Seven Steps To Heaven / My Funny Valentine / Bags' Groove / Someday My Prince Will Come / Cut And Paste / Stella By Starlight / As Time Goes By / Bye Bye Blackbird ∫ reviews - JazzThetik 12.07 *** / DownBeat 08.07 ****

The CLAUDIA Quintet - For: CD  Cuneiform ∫ Drew Gress b; John Hollenbeck dr, perc, etr; Matt Moran vib; Ted Reichman acc; Chris Speed cl, ts ∫ reviews - Radio DRS2, Jazz aktuell 27.11.07, Empfehlung Jürg Solothurnmann / bbc.co.uk "They don't really sound like anyone but themselves....Brilliant." / DownBeat  “The Claudia Quintet creates a fresh, distinctive sound while it obliterates barriers between jazz, classical and progressive rock.” / JazzThetik 10.07 *** ... das Claudia Quintet übt einen sanften Zauber aus. Dieser liegt natürlich schon in der Kombination von Instrumenten wie Akkordeon, Vibrafon und Klarinette begründet ... vielleicht hat hie und a ein Steve Reich informell Pate gestanden, denn einige Verschränkungen erinnern stark an sein Auffassung von Minimal Music ... wird das Thema Jazz hier kaum gestreift ... manches klingt wie Jazz, offenbart aber völlig andere Strukturen und Spielhaltungen ... kurze Soli sind Ausnahme ... so weich die Musik anmutet, so streng ist sind auch in ihrer Umsetzung ... ein geradezu magisch zugängliches Stück Neue Musik  

Freddy COLE - Music Maestro Please: rec 2007  CD  High Note ∫ Freddy Cole voc; Bill Charlap Trio ∫ reviews - DownBeat 01.08 ***°

Steve COLEMAN - Invisible Paths / First Scattering: rec 2007  CD  Tzadik ∫ Steve Coleman sax solo ∫ reviews -  JazzThetik 12.07 ***° / JazzThing 11.07, Reinhard Köchl: für Soloplatten von Saxofonisten gilt das Gleiche wie über Alleingänge von Bassisten: Sie eignen sich trefflich als akustisches Valium, sind aber nicht im Entferntesten so gefragt wie ihr pharmazeutische Pendant ... gesteigerte Anteilnahme vonnöten, um den Weg seiner Musik nachzugehen ... sein Groove-Sensor arbeitet grandios ... sein Spiel gerät niemals statisch, sondern bleibt allzeit sprungbereit und variabel, singend, swingend, scharfkantig, rätselhaft, traumwandlerisch und surreal ... Coleman kommuniziert in einer unbekannten, intelligenten Sprache /  Radio DRS2, Jazz aktuell 16.10.07, Empfehlung Jürg Solothurnmann

Martin DAHANUKAR - Apocalypse Now: CD ∫ Martin DAHANUKAR (tp), Donat Fisch (as), John VOIROL (ts), Michel Bastet (p), Georgios Antoniou (b), Peter Horisberger  (dr)  ∫ reviews - Apocalypse Now“ mirrors a burning jungle full of exicting colors. A sombre soundtrack for this planet. Fire and shadows setting up a dancing pattern on a megapolitain  scenery. Jazz and Asian twelve-tone-sounds. Dense rhythms and haunting melodies melted with the scent of wild  flowers. ∫ CD-Bestellung: hier oder weblink

Lucien DUBUIS Trio - Le Retour: rec 2007  CD  Unit Records ∫ Lucien Dubuis as, contra-bcl; Roman Nowka b, g; Lionel Friedli dr; Dania Rodari voice ∫ reviews  - JazzThetik 12.07 ***** K. Hübner: ... geschickt sammelten das Trio die herumliegende Energie des Jazz und die Frechheit von Punk und Rock, um daraus die Schweizer Variante der Downtown-Musik New Yorks zu formen ... das Ergebnis überzeugt auf der ganzen Linie / JazzThing 11.07, Rolf Thomas: ... ein ganz schräges Ding kommt hier direkt aus einer Schweizer Garage in die Ohren .... "Le Retour" quillt über vor Energie, da wird ohne falschen Zurückhaltung Vollgas gegeben und die Jazzpolizei wird abgehängt - und zwar in Höchstgeschwindigkeit ... ob davon gleich "das Universum expandiert", wie's im Infozettel heisst, weiss ich nicht - auf jeden Fall ein infernalischer Spass /  Radio DRS2, Jazz aktuell 23.10.07, Empfehlung Peter Bürli

Bill EVANS - Everybody Digs Bill Evans: rec 1958 CD (20 Bit remastered )  Riverside ∫ Bill Evans p; Sam Jones b; Philly Joe Jones dr ∫ Night And Day / Oleo / Minority / Yound And Foolish / Some Other Time / Peace Piece ∫ reviews - DownBeat 01.08 ***° / DownBeat 06.98 ***** / 1988 DownBeat ****°
Martina FREYTAG - Bestimmt: rec 2001  CD  Mons => weblink ∫ Martina Freytag voc ∫ With A Little Help From My Friends / Summertime / Chim Chim Cheree / Time After Time / One Note Samba / Wake Me Up Before You Go Go / Lady Is A Tramp / Anthropology / Route 66 / a.o. ∫ reviews -
cadence 03.07, D.D. McNeil: Martina Freytag has incorporated a pleasant mesh of Jazz and Pop standards to show off tight harmonies along with her tasty, a cappella vocal arrangements ... the notes are appropriately and beautifully placed ... all songs are will executed ... no doubt, Freytag's approach will be compared to Bobby McFerrin's. Her techniques are similar ... Freytag uses engaging harmonics and complementary rhythm modus operandi for voice ... she somehow manages to misplace putting emotion inside these songs. Billie Holiday did not have Freytag's range or vocal dexterity, but we still wept when she sang of heartbreak. This emotional substance is the only thing that detracts from an otherwise unique and tremendously creative effort

Tom GISLER - Red & Orange: CD self-released ∫ Tom GISLERreviews - Tom Gisler spielt nicht nur in verschiedensten Formationen als Berufspianist und Keyboarder, sondern hat auch sein eigenes Projekt. Durch dieses eigene musikalische Schaffen sind bis jetzt 2 CDs entstanden, auf denen ausschliesslich Kompositionen von Tom Gisler zu hören sind. Der Stil lässt sich wie folgt umschreiben: Unkonventioneller Jazz, impulsiv und groovig, dynamisch und offen, oft geprägt von Gospel und Funk, manchmal aber auch feinfühlig gewürzt mit Elementen aus Klassik und Pop ∫ Infos über weblink

Dexter GORDON - Jazz Icons: rec 1963 Lugano, Festival Internazionale | 1964  filmed in Holland and Belgium 1 DVD-Box  Naxos Jazz ∫ Dexter Gordon ts; 1963: Kenny Drew p; Gilbert 'Bibi' Rovère b; Art Taylor dr | 1964: George Gruntz p; Guy Pedersen b; Daniel Humair dr ∫ reviews – NZZ am So. 12.07: Der hünenhafte Tenorsaxofonist übergibt dem Kellner Mantel und Hut, betritt die Bühne, greift sich sein Instrument, nickt der Rhythmusgruppe zu und beginn mit "A Night in Tunisia" ein atemberaubendes Konzert, in dem sich sein pastoser Ton ebenso zeigt wie seine melodische Erfindungskraft ... vorzügliche Bild- und Tonqualität ... sorgfältiges Booklet ∫ genre: jazz classics

GRAND MOTHER's FUNK - At The Funkyard: rec 2007  CD  BHM Music ∫ Edita Shain, Rich Fonje voc; Bean! as, MC; René Mosele tb, synth; Andreas "Chnufi" Michel kb; Bernhard Häberlin g; Thomas Reinecke b; Ohlê "Kimiñán" Gagneux perc; Daniel "Booxy" Aebi dr, MD ∫ reviews - JazzThing 11.07: ... kommen die Jungs aus der Schweiz - nicht gerade eine Gegend, in der Funk-Monster auf den Bäumen wachsen ... metertiefe Bässe, brillante Bläser, eine deftige Jazz-Infusion und die begnadeten Stimmen von GMF-Sänger Fonjé und der Gast-Vokaleuse Ferarro lassen "At The Funkyard" zu einem supertauglichen Party-Geschoss zusammenwachsen / Radio DRS2, Jazz aktuell 22.10.07, Empfehlung Peter Bürli ∫ genre: funk, R&B ∫ band

Ulrich GUMPERT - Quartette: rec 2006  CD  Intakt ∫ Ulrich Gumpert p, comp; Ben Abarbanel-Wolff ts; Jan Roder b; Michael Griener dr ∫ reviews - Radio DRS2, Jazz aktuell 20.11.07, Empfehlung Peter Bürli / coda 09.07, Bruce Carnevale: East German pianist Gumpert has been playing Jazz since the late '60s and took part in the cross pollination happening between West and East German free jazzers before and after the Berlin Wall fell. Yet he is far from a "free jazz" musician. If there is another musician with such a similar vita, it is Steve Lady. Both straddled the fence of renewal and tradition, without losing sight of either. An this new recording makes a distinctive Lacy-esque nod to his mentor, Thelonious Monk ... what makes this CD so successful is the way Gumpert weaves these references so nonchalantly into his work ... distinctly modern jazz sound ... a lot like the way Lacy played /  cadence 09.07, G.A. Edward: German Free Jazz vet Gumpert is alive and very well indeed with this release as good evidence ... the quartet is in good form and runs through 8 Gumpert compositions with élan and verve  ... Gumpert shows his affirmation of the Monk, early Taylor roots of his music ... Abarbanel-Wolff's tenor shows a bluesy out sensibility with gutsy Webster-Shepp gruffness ...  Griener has a tumbling, trashing sensibility with roots ion the Bop and beyond solos by  the past greats ... Wolff's tenor solo is deftly structured, gruff and swinging - great Freebop ... you can hear a little Dewey, Shepp, Jacque, Ayler ... Gumpert is more fragmented than ever, with jabs, stabs, modulating phrases, slaps and repeating figures in the upper register ... Gumpert has created a well-paced, consistently excellent CD with all four members of the quartet inspired and articulate in their musical vision ... it is strongly recommended  / Jazz’N’More 07.07 ***** / Radio Magazin  07.07., Empfehlung F.v. Niederhäusern

Hilaria KRAMER BB-Band - 2006 Odyssey On Earth: rec 2006  CD  Unit RecordsHilaria KRAMER tp; Antonio Masoni hammond, synth; Ivan Lombardi b, el--b; Mattia Lötscher ttb ∫ reviews -  Radio DRS2, Jazz aktuell 03.07.07, Empfehlung Peter Bürli / Label: Dieses Quartett setzt sich aus den Instrumenten Trompete, Hammond (und Synths), Kontrabass (und E-Bass) und Elektronik zusammen. Das Repertoire umfasst fast ausschliesslich Kompositionen von Hilaria Kramer. Diese neue Band findet ihren musikalischen Ursprung in der Geschichte des Jazz und platziert sich irgendwo zwischen Free- und Acid-Jazz, sind doch Fragmente aus Ornette Colemans und Miles Davis’ musikalischen Konzepten erkennbar. Der Einfluss bedeutender Interpreten der modernen Musik und Poesie (Willam Burroughs, Laurie Anderson) unterstreicht den i-Sound der Band. Die CD «2006 Odyssey on Earth» beinhaltet 9 Kompositionen. 7 Kompositionen sind von Hilaria Kramer für diese Band geschrieben und arrangiert worden. 2 Kompositionen (Broadway Blues, Lonely Woman) stammen aus der Hand des amerikanischen Saxofonisten Ornette Coleman. In “Lonely Woman” ist der Genfer Pianist Renaud Millet Lacombe mit seiner Hammond zu hören. In “Forse si forse no” ist der Tessiner Gitarrist Marco Cortesi als Solist zu Gast. / H. Kramer /

LISBON IMPRO PLAYERS - Spiritualized: rec 2004 CD  Clean Feed ∫ Dennis González tp; Bruno Pedroso dr; Pedro Gonçalves b; Rodrigo Amado as, bs; Ulrich Mitzlaff cel (2 tr) ∫ reviews - cadence 03.07, Jerome Wilson: ... the LIP are reminiscent of another venerated group, the Art Ensemble Of Chicago ... they bear the comparison well, working with steely purpose and integrity ... guest Dennis Gonzalez and sax player Amado make a good, rowdy front line ... CleanFeed has become an important new outlet for the world's community of improvising musicians and a showcase for native Portuguese players. On this CD it is both to excellent effect  / WIRE 12.06: ... this is the kind of engaging mixture of free bop and free jazz we've come to expect from the Texan trumpeter's groups ... In fact, Rodrigo Amado is probably the most interesting player here ... the squeezed-out inflection, married with a more traditional technique and post-Ornette Coleman lines, creates an intriguing synthesis. Definitely a player to watch

Carl MAGUIRE - Floriculture: rec 2002  CD  Between the Lines ∫ Carl Maguire p; Chris Mannigan as; Trevor Dunn b; Dan Weiss dr ∫ reviews - cadence 03.07, Nate Doward: ... it must be frustrating for a talented young pianist to wait this long for his debut ... several elements in Maguire's music - the lovingly handcrafted metrical ingenuities, the hypnotic weave of lines distributed among the quartet's members  - will remind listeners of the Lyer/Manhanthappa collaborations ... I get the impression that Maguire draws on different musical styles not primarily for ironic contrasts of genre but because he's interested in exploring the interface between different kinds of time ... this is an exceptional debut album, marked by a killer combo of intelligent compositions, strong playing, and a distinctive sensibility

MANUFACTUR - Flambitres: rec 2007 CD  rent a dog ∫  Werner HASLER tp; Oli KUSTER kb; Urban Lienert el-b; Dominik BURKHALTER dr  ∫ Jaume / a.o. ∫ reviews - Mitteldeutsche Zeitung:  „Aus dem Jazzgefängnis sind sie ausgebrochen und haben die einst so sauber gehaltenen Demarkationslinien zum Populären überschritten... manufactur zählen zu Europas bemerkenswertesten Bands solcher Entkrampfungsprogramme.“ / Rondo: „Electro-Space-Dub-Ambient-Lounge-Fusion-Konglomerat voller versierter Verschrobenheit, Humor und handwerklicher Meisterschaft…manufactur klingt ungefähr so, als hätte Miles Davis den Soundtrack zu Stanley Kubrick’s 2001 verfertigt.“  / Der Bund 10.05.07: '…  ein Werk, das Schönheit zulässt, ohne ein Blendwerk zu sein, das freigeistig ist ohne konzeptlos zu erscheinen. Eine Gratwanderung, die selten jemandem so überzeugend gelungen ist.' / JazzThetik 05.07 **** / JazzThing 05.07, Olaf Maikopf:  ... sie kommunizieren im besten Sinne, Trompetensound und elektronische Tasten harmonieren perfekt - so werden neue stimmungsvolle, spannende Klang-Räume in Manufactur eingerichtet ... Elektronik wird souverän eingesetzt, um überraschende Querschläger zu deponieren oder sich mit den intensiven Improvisationen zu reiben ... eine bemerkenswerte Platte / DRS2 Jazz aktuell 08.05.07 Empfehlung Peter Bürli ∫ Band: Manufactur

Nicole METZGER & Keith COPELAND - Second Take: rec 2007  CD  Rodenstein  ∫ Nicole Metzger voc; Keith Copeland dr; Jean-Yves Jung p; Rudi Engel dr; Wesley G. g  ∫ Smile / God Bless The Child / Summer Samba / You Don't Know What Love Is / Bewitched / Sophisticated Lady / Don't Get Around Much Anymore / a.o. ∫ reviews - JazzThing 11.07, Rolf Thomas: ... eine Stimme vom sanften Säuseln bis zum brausenden Sturm ... bedient sich der grossen Klassiker des GAS ... der perfekte Soundtrack für einen romantischen Abend bei Kerzenlicht / JazzThetik 11.07 ****

Thelonious MONK - At Town Hall: rec 1959 N.Y.  CD Riverside ∫ Thelonious Monk p, comp; Charlie Rouse ts; Phil Woods as; Pepper Adams bs; Donald Byrd tp; Eddie Bert tb; Jay McAllister tu; Robert Northern frh; Sam Jones b; Art Taylor dr; transcribing, orchestrating, arr. by Hal Overton ∫ reviews - DownBeat 01.08 ***° / RAJ sehr zu empfehlen / DownBeat 1989 ****°

Cæcilie NORBY - Slow Fruit: rec 2007  CD  ENJA ∫ Caecilie Norby (voc, p), Randy Brecker (tp), Hans Ulrik (ss, ts), Lars Danielsson (b, p, keyb), Ulf Wakenius (g), Anders Kjellberg (dr), a.o. ∫ reviews - JazzThetik 11.07 ***° / Kommentar Vertrieb: She can do it all: Fusion, Rock and Jazz. At the tender age of 42 she already has a stupendous career, and she has contributed to breaking down the rigid division into genres, in addition she has attracted notice by awakening an interest in Jazz in the young, traditionally rock oriented audience.

Aldo ROMANO - État de fait: CD  Dreyfus Jazz ∫ Aldo Romano voc, dr, g; Rémi Vignolo b, dr; Danilo Rea p, kb; Francesco Bearzatti ts; Mauro Negri cl; Umberto Trombetta perc; Ma. Chanka voc ∫ reviews - JazzThetik 12.07 ****° .... wendet sich dem französischen Chanson zu ... hier  und da geht's schon narkotisch rockig zu oder er feiert zwischendurch mit seinen bestens aufgelegten Mitstreitern eine lupenreine und vor allem beschwingende Folklore-imaginaire-Fete

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RUE DE PARIS - New York Slow: rec CD  Sony ∫ Rue Protzer g, el-g; Randy Brecker flh; Lee Konitz sax; Adam Nussbaum dr; Jay Anderson b; Thomas Rückert p ∫ Central Park West / So Tender / Peace / a.o. ∫ reviews - JazzThing 11.07 Rolf Thomas: Seinen auf Deutsch nicht gerade einladend klingenden Namen Rue Protzer hat der New Yorker Gitarrist geschickt verborgen, indem er seine Band "Rue de Paris" nennt ... "New York Slow" ein ganz entspannte Angelegenheit... Protzer bevorzugt einen schichten Sound an der Gitarre ... neben 5 Originalen spielt er Stücke von Swallow, Jarrett, Coltrane und Silver - gediegener Stoff also ... spielt mit seinen hochkarätigen Begleitern so, wie die Jarrett-Nummer heisst: "So Tender" / Jazz Podium: Ein hochsensibler Jazzgitarre-Poet / JazzZeitung: eine Ausnahmeerscheinung / JazzThetik 11.07 ****° ... geist- und gefühlvoller Künstler auf den akustischen und elektrischen Gitarren 

Arturo SANDOVAL - Rumba Palace: rec 2007 CD  Telarc ∫ Arturo Sandoval (tp, voc), Cheito Quinones (voc), Tony Perez (p), Armando Gola (b), Alexis Arce (dr, perc), Tomas Cruz (perc), a.o. ∫ reviews - Arturo Sandoval wins Latin Grammy! / "Rumba Palace" (83662) has been awarded as "Best Latin Jazz Album" at this year's Latin Grammies held in Las Vegas on November 8. / cadence 09.07, Jack Bowers: ... a high level of energy, which animates every number ... Sandoval sings quite well, and his trumpet playing needs no endorsement from his bystander ... his colleagues are splendid, while the compositions and arrangements are bright and charming / Jazz’N’More 07.07 **** / DownBeat 07.07 *** Philip Booth: Leading a band featuring fellow Cuba-born musicians through a session in South Florida, Arturo Sandoval offers a portrait of a fully matured artist on Rumba Palace. The album spans an appealing range, from the vocals on the opening “A Gozar,” which features the leader’s vocals on a tropical party that starts with unison bass and bari sax lines, drums and percussion, to the aptly titled “Nouveau Cha Cha,” highlighted by the leader’s rocketing muted-trumpet solo. The syncopated groove of “Guarachando” leads into a trombone melody that feels like a throwback to the music Sandoval heard growing up in Cuba in the 1950s and ’60s. Later, the same piece shifts to a trumpet–trombone battle before moving to impressive solo turns by pianist Tony Perez, tenor saxophonist Felipe Lamoglia and a showcase section for drums, timbales and percussion. ∫ genre: Latin Jazz/Salsa

Louis SCLAVIS - L'Imparfait des Langues: rec 2006  CD  ECM ∫ Louis Sclavis cl, bcl, ss, Marc Baron as, Paul Brousseau keyb, sampling, electr, g, Maxime Delpierre g, François Merville dr ∫ reviews - coda 09.07, Ken Waxman: French clarinetis Sclavis's innate lyricism isintact, yet his musical language unexpectedly adapts a new syntax on this notable release ... the newly composed L'imparfait des langues is interpreted by sidemen in their twenties and thirties whose allegiance encompasses rock music and electronics as well as improvised and notated music ... alto saxophonist Baron plays edgy, extended vamps that grate against Sclavis's 'parlando' output, creating maximum fissure ... Sclavis's North African-tinged lyricism plus Baron's Dolphyan split tones ... despite the title, its's apparent here that the clarinetist's language is both complete and conclusive / DownBeat 08.07 ***° /  Radio DRS2, Jazz aktuell 29.05.07, Empfehlung Jürg Solothurnmann / Jazz’N’More 04.04 ***** Empfehlung Jürg Solothurnmann ... eine musikantische, szenenreiche Sache - vom Minimalismus bis zur furiosen Kollektivimprovisation / JazzThing 03.07 Reinhard Köchl: Sclavis findet zurück zum, Jazz, zum Rhythmus, zur puren improvisatorischen Form ...  sein neues Quintett sprüht nur so Funken, groovt, tänzelt, überschwemmt den Hörer mit gewaltigen Energiewellen und virtuoser Kraft. / JazzThetik 02.07 ****° Guido Fischer: Sclavis ist seit Jahrzehnten nicht nur eines der wissbegierigsten und abenteuerlustigsten Chamäleons des Jazz, das sich zwischen abstrakter Improvisation und gehaltvoll melodiöser Folklore Imaginaire bestens auskennt, er ist gleichzeitig einer dieser seltenen Animatoren, der mit nur wenigen Gesten auf seiner Klarinette neue Klangweltexplosionen auslösen kann / NZZ 01.07: Für ein Mal keine gepflegte, intellektuelle Kammermusik, sondern energetische, elektrifizierte Sounds ... Sclavis mit einer Freude an der Innovation, die an den späten Miles Davis erinnert. Ausser Drummer Melville, alles neue Namen junger Musiker, die vom Rock und der experimentellen Musik kommen ... die Aufnahme ist von jenem Geist der Neugier und des Aufbruchs beseelt, der den Jazz im Innersten zuzsammenhält / Radio DRS2, Jazz aktuell 01.07 empfohlen durch Empfehlung Jürg Solothurnmann

Jimmy SMITH - Midnight Special: rec 1960  CD Blue Note ∫ Jimmy Smith org; Stanley Turrentine ts; Kenny Burrell g; Donald Bailey ∫ Midnight Special / A Subtle One / Jumpin' The Blues / Why Was I Born / One O'Clock Jump ∫ reviews - DownBeat 01.08 ****

Gary SMULYAN - Hidden Treasures:  CD  Reservoir ∫ Gary Smulyan bs; Christian McBride b; Billy Drummond dr ∫ reviews - cadence 03.07, Derek Taylor: ... stripped to essentials the trio tackles a songbook that follows the tricky tactic of chopping chord changes from more popular tunes ... Smulyan is more of the Pepper Adams School than Mulligan matriculation and his brusque throaty lines delve into his horn's subterranean regions with palpable enthusiasm ... McBride and Drummond sound similarly inspired by their leader's tonal size ... fans of aggressive, but tradition-conscious baritone playing definitely need to seek this one out / DownBeat 08.06 ****° ... tasteful hardbop classics

Matthias SPILLMANN Quartet - Live at Bird's Eye: rec 2007  CD  self-released ∫ Mats SPILLMANN tp; Roby Lakatos p; Fabian GISLER b; Dré Pallemaerts dr ∫ reviews - Kommentar:  „First time, I’m enjoying a record session!“ gesteht uns Art Blakey auf einer legendären Aufnahme, die 1954 im Jazzclub Birdland enstanden ist. Anscheinend haben sich die Vorlieben der Jazzmusiker kaum verändert, zieht doch auch Trompeter Matthias Spillmann die Bühne dem Aufnahmestudio vor.  Deshalb holte er sich kurzerhand das Aufnahmestudio in den Jazz Club Bird’s Eye in Basel. Dazu drei Musiker, die zum Besten gehören, was die europäische Jazzszene im Moment zu bieten hat. Aus den vier aufgenommenen Konzerten hat Spillmann nun sieben Tracks ausgewählt: Zwei Standards, darunter „Lotus Blossom“, ein selten gespieltes Juwel aus der Feder von Billy Strayhorn, vier Eigenkompositionen, sowie ein Stück des Pianisten Robert Lakatos. Dass sechs der sieben Stücke der Platte vom letzten Konzertabend stammen spricht für das Zusammenspiel innerhalb der Band, das sich stetig weiterentwickelt hat. Hörbar ist auch der warme Kontakt zum Publikum, welches das Seinige zu einer intimen und inspirierten Athmosphäre beiträgt. Mit dem Quartett setzt er sich mit seinen musikalischen Wurzeln im Hard-Bop auseinander. Dass dieses Unterfangen bei offenem Herz und Geist nicht in neokonservative Engstirnigkeit münden muss, soll das vorliegende Livealbum zeigen. ∫ Mats Spillmann

SPUTNIK MUZIK - Überflug: rec 2007  CD  Unit RecordsOthmar Brügger (g, loops), Albin Brun (ss, ts, acc), Willy Kotoun (perc) ∫ 1. Kornkreise (Brügger) / 2. El Hama Café* (Brun) / 3. Starrenwang (Brun) / 4. Use (Brügger) / 5. Kompost (Brügger) / 6. Cirrus Fibratus* (Brun/Brügger) / 7. Die Frauen von Luxor (Brügger) / 8. Schnee (Brun) / 9. Spanish Passion* (Brügger) / 10. Mühlstein* (Brügger) / *Guest: Willy Kotoun (perc) ∫ reviews - CeDe.ch ***** / Tagi 09.07: Dickschädel - [...Sputnik Muzik] sind zu jener helvetischen Jazz-Avantgarde zu zählen, die - losgelöst von Alter, gewähltem Stil oder Herkunftsort - mit subversiver Lust und zuweilen dickschädligem Biss an funkelnden Fundstücken feilt.“ / Kulturmagazin 03.07: Ansprechend bis überraschend ∫ jazz & groove

Phil STÖCKLI's Intuition - Lennie's Line: rec 2006  CD  Altri SuoniPhil Stöckli as; Michael Beck p, fender; Domenic Landolf ts; Andreas Zitz b; Elmar Frey dr ∫ Lennie's Pennies / Requiem / Palo-alto / Lennie's Line / 360. South 1st / Subconscious-lee / Topic / Out of Touch / Lennie Bird ∫ reviews - Los Angeles Jazz Scene 08.07, Scott Yanow: This project salutes a specific style from the past, paying tribute without resorting to mere recreations. Lennie’s Line is a quintet comprised of pianist-keyboardist Michael Beck, altoist Phil Stockli, tenor-saxophonist Domenic Landorf, bassist Andreas Zitz and drummer Elmar Frey that looks back towards the Lennie Tristano groups of the late 1940s/early ‘50s. While Stockli and Landorf purposely sound a bit like Lee Konitz and Warne Marsh (with Stockli also displaying the influence of Charlie Parker), Beck surprisingly avoids sounding like Tristano. The European group performs fresh and lively versions of three Tristano pieces and two by Konitz along with two complementary originals apiece from Beck and Stockli. The use of electric piano on some of the pieces (including “Lennie’s Pennies”) reminds listeners that Lennie’s Line is most interested in extending the Tristano tradition of long melodic lines, a quiet rhythm section and interplay between two similar sounding saxophonists rather than just copying the past. / Jazz’N’More 01.07 **** Johannes Anders: Sich an grossen Vorbildern orientieren, die Message verstehen, lernen, darauf aufzubauen, sie zu verarbeiten und eventuell weiterzuentwickeln, ist entgegen der Meinung unbedarfter Jazzfreunde überhaupt kein Negativum, im Gegenteil: Derartiges Tun kann – natürlich abseits von reinem Kopieren – ein Kraftquell oder inspirierender Ideenauslöser sein, wofür es in der jazzgeschichte unzählige beispiele gibt. Eine der grossen Persönlichkeiten am Anfang der Modern-Jazz-Entwicklung, auf die allerdings wegen der Komplexität nur sehr selten Bezug genommen wird, ist der Pianist, Komponist, und Meister vielschichtiger Kontrapunktik und Polyrhythmik Lennie Tristano (1919-1978). Bahnbrechend und unvergessen sein wunderbares Stück „Intuition“, das mit seinen polyphonen Liniengeflechten als erste freie Gruppenimprovisation des Jazz gilt. Um sich nicht „im vergeblichen Versuch einer historisch korrekten und stilechten Imitation zu verlieren“, haben wir bewusst, so die Co-Bandleader Phil Stöckli und Michael Beck, viele der Themen, die wie bei Tristano auf Standrads basieren, „umarrangiert und in einen aus der heutigen Sicht relevanten Kontext gebracht“, wobei auch eigene Stücke ins Repertoire integriert wurden. Und das Ergebnis überzeugt voll und ganz, und ist nicht nur bedeutsam, weil hier ein ausgezeichnetes Spielerkollektiv am Werk ist, sondern auch, weil es vielen nachgeborenen Musikern und Jazzhörern einen neuen Weg zurück zur Offenbarung Tristano eröffnen kann. / Tom Gsteiger: Hip-Hop Tristano - Einen Kontrapunkt zu den typischen „Tristano-Standards“ mit ihren zum Teil halsbrecherisch schnellen Unisono-Linien für zwei Saxophone – von Phil Stöckli und Domenic Landolf am Tenorsax mit Bravour und Verve gemeistert – bildeten die Ballade „You Stepped Out Of A Dream“, die im Tristano-Zirkel geradezu Kultstatus besass, und Tristanos „Requiem“ für Charlie Parker, beide unprätentiös arrangiert von Michael Beck. Als Schmankerl der besonderen Art entpuppte sich „Lennie’s Line“: Aus Lennie Tristanos aberwitzigem Solo „Line Up“ extrahierte Phil Stöckli das melodische Material für ein Stück mit Hip-Hop-Groove. ∫ musicians: /

Esbjörn SVENSSON Trio E.S.T. - Live In Hamburg: rec 2006 DCD  ACT ∫ Esbjörn Svensson p, keyb; Magnus Öström dr, perc.; Dan Berglund b ∫ reviews  - 12.07 Stereo: Record of the Month / The Guardian UK: **** / JazzThing 11.07, Reinhard Köchl: ... rauschhaftes Kollektiverlebnis zum Abschluss einer Tour im November 06, das sich nun auf 2 CDs entfalten darf ... der Jazz kehrt definitiv wieder als Popmusik zu den Menschen zurück ... und doch, das ist Jazz, allen Zweiflern, Skeptikern und Niedern zum Trotz! / Radio DRS2, Jazz aktuell 04.12.07, Empfehlung Peter Bürli /  JazzThetik 12.07 ****

Gianmaria TESTA - Da Questa Parte Del Mare: rec 2006  CD  Le Chant du Monde ∫ Gianmaria Testa (voc, g), Bill Frisell (g), Luciano Biondini (acc), Gabriele Mirabassi (cl), Enzo Pietropaoli (b), Philippe Garcia (dr, pec), a.o. ∫ reviews - Testa received the prestigious Tenco-Award for the "Best Album of the Year 2007" in Italy / Label-Notizen: Three years after "Altre Latitudini", Gianmaria Testa is going to release his new album, "Da questa parte del mare", a turning point in his artistic production. It is a "concept album", wholly focussed on a single topic. Thus, the album has been thought of  as a novel and the songs are its chapters. All of them together tell a story. The plot is that of modern migrations. It is a poetic meditation, a series of unbiased and non-demagogic reflections on recent years' mass migrations.

The EUROPEAN HIDING TRIO feat. Hans POPPEL - Nothing To Hide: rec 1998  CD  Unit Records ∫ G. Pechet Reber dr; Hans Poppel p; Thomas Dürst b; Peter SCHÄRLI tp, flh ∫ Originals ∫ reviews - JazzLinks 10.07, Chan **** - Eine hervorragende Produktion! / coda Poll writers choice 2000 1x / cadence 01.01: a fine recording. Recommended

TRIO 3 - LAKE / WORKMAN / CYRILLE: Time Being: rec 2005 NYC  CD  Intakt ∫ Oliver Lake as, ss; Reggie Workman b; Andrew Cyrille dr ∫ reviews -  Radio DRS2, Jazz aktuell 20.11.07, Empfehlung Peter Bürli / cadence 11.06 Troy Collins: A power-house trio, features the multifarious talents of Lake, Workman and Cyrille exploring a program of tunes both singularly composed and collectively improvised. The trio's group bio reads like a Jazz history lesson ... the interaction of these three masters is never less than superlative. A rare treat, super group sessions with this much ego-less listening on display are among the finest creative improvised music have to offer / JazzThetik 07.06 ***° Rolf Thomas: Es bedarf einer Menge Autorität, um diese freien Klänge nachvollziehbar und logisch erscheinen zu lassen, doch die Drei bringen genug gegenseitigen Respekt auf, um sich nicht in puren Free-Jazz-Manirismen zu erschöpfen.

Stewy VON WATTENWYL Trio - To The Point: rec 1996  CD  Brambus